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Yin und Yang, männlich und weiblich, hart und weich,
Himmel und Erde, Licht und Dunkel, Donner und Blitz,
kalt und warm, gut und schlecht...

Das sind die Wechselwirkungen der gegensätzlichen
Prinzipien, die das Universum formen.

 

Konfuzius (551-479 v. Chr.)

 
Hände
 
TCMM

 
 


Schröpfen

Die Technik des Schröpfens ist bereits seit über 4000 Jahren aus China bekannt. Sie entwickelte sich aus der Instinkthandlung, bei Schlangenbissen und Wunden die schädliche Stoffe durch das heraussaugen abzuleiten.

Über bestimmte Schröpfzonen sowie Meridiane und Akupunkturpunkte werden Organe und/oder Funktionskreise beeinflusst. Ebenso können Verhärtungen und Gewebeunebenheiten direkt behandelt werden. In der TCM orientiert sich das Verfahren an den reflektorischen Beziehungen von innen und außen. Stagnierende (Leere) oder sich in den Organen stauende (Fülle) Energien sollen so wieder in Fluss kommen.

Beim unblutigen Schröpfen wird durch Aufsetzen von Schröpfköpfen, denen man mit Hilfe einer Saugpumpe die Luft entzieht, ein Unterdruck erzeugt um somit eine Saugwirkung auf der zu behandelnden Stelle zu erzielen. Diese Methode beeinflusst über Reflexzonen die innere Organe. Durch Verschieben der vakuumierten Schröpfköpfe lässt sich zudem eine Massagewirkung und ein Anregen des Lymphflusses erreichen. Beim „trockenen’’ Schröpfen setzt der Therapeut den Schröpfkopf auf die unversehrte Haut. Bei der Schröpfkopfmassage reibt der Therapeut die Haut mit Öl ein, um die Schröpfköpfe dann an den Muskeln entlang zuziehen. Damit wird die streifenförmige Muskulatur gelockert.

Durch den Unterdruck wird beim Schröpfen eine vermehrte Durchblutung des Gewebes und eine Stimulierung des vegetativen Nervensystems erreicht. Wegen des starken Unterdruck im Schröpfkopf bilden sich allerdings beim Schröpfen häufig Blutergüsse auf der Haut, die dennoch als positiver Prozess angesehen werden können. Diese müssen vom Körpereignen „Bindegewebsreisswolf’’ wieder entfernt werden. Um ihn zu aktivieren, muss der Organismus die betroffene Stelle erheblich besser durchbluten. Dies stellt eine umfassende Aktivierung aller Lebensvorgänge in der behandelten Zone (gestörte Reflexzone) dar.

Die Methode (richtig angewendet) ist unschädlich. Die Erfolge sind beeindruckend und kommen dabei rasch zustande, denn der Körper reagiert auf das Schröpfen am richtigen Ort innerhalb von Stunden. Ziel des Schröpfens ist es, die Selbstheilungskräfte des Organismus zu stärken oder erst in Gang zu setzen, wenn diese von sich aus nicht dazu imstande sind. Durch Schröpfen werden die Möglichkeiten, mit denen der Körper zur Abwehr von Krankheiten von Natur aus ausgestattet ist, angeregt und unterstützt. Daher ist die wesendliche Wirkung des Schröpfens die Umstimmung und damit auch Regulierung der gestörten Körperfunktionen sowie das Lösen von Schmerz- und Krampfzuständen.

Schröpfen verbessert somit den Stoffwechsel im Bindegewebe des behandelten Bereiches, löst Verhärtungen, regt das Immunsystem an und stärkt es

Gua Sha

Gua Sha ist eine Behandlungstechnik, die in ganz Asien praktiziert wird. „Gua“ bedeutet „reiben“, während „Sha“ die Blutstauung an der Körperoberfläche bezeichnet, und wird bei jeglichen Zuständen von Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen, egal ob akut oder chronisch, angewandt. In der TCM ist diese Methode ein ebenso wichtiger Bestandteil wie das Schröpfen.

Reibt man mit wiederholten und gleichmässigen Strichen an der Haut, gelangt das „Sha“ in Form kleiner roter Petechien (Blutflecken unter der Haut) an die Oberfläche. Durch das wiederholte Schaben auf der Haut wird die Durchblutung verstärkt was zur Verfärbungen der Haut führt, die nach 2 bis 4 Tagen wieder verschwinden

Gua Sha wirkt in mancher Hinsicht positiv: Es bewegt gestautes Blut und fördert so den Blutfluss zu Muskeln, Geweben und Organen, die unter den behandelten Hautstellen liegen. Der Patient spürt dabei augenblicklich, wie sich Steifheit und Schmerzen verringern und die Beweglichkeit zunimmt. Gua Sha bewegt Körperflüssigkeiten, welche Nährstoffe zu den Geweben tragen und Stoffwechselabfälle entsorgen. Das Behandeln stellt normale Stoffwechselvorgänge wieder her.
 

 

 
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